Legende im Legenden-Rennen: Mantheys erster Porsche

Er ist einer der erfolgreichsten Teamchefs am Nürburgring: Olaf Manthey. Seine Porsche gehörten in VLN und 24-Rennen zu den Dauerabonnenten auf die vordersten Positionen, und auch international hat das Team die GT aus Zuffenhausen sehr erfolgreich eingesetzt – bis hin zum Start im Werksauftrag in der Langstrecken-WM. Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix kehrt Manthey ans Steuer zurück: Im Feld der Aston Martin Masters Endurance Legends fährt er einen Porsche 993 Cup 3.8 RSR, den er sich mit Ralph Bahr teilt.

Dieser Porsche ist nicht irgendeiner – es war das erste Fahrzeug, das die Bezeichnung „Manthey-Porsche“ tatsächlich verdiente. „Unser erster Eigenbau“, beschreibt Olaf Manthey und erinnert sich genau, was 1997 alles geleistet wurde. „Aus einem 993 Cup-Auto haben wir damals einen RSR gemacht. Das komplette Heck mit Kotflügeln, Stoßstange und Heckklappe wurde dabei neu gebaut. Im Vorderteil haben wir die Ölkühler verlegt. Die Luftschächte haben wir so umkonstruiert, dass die Abluft nicht unter das Auto geführt wird und Auftrieb gibt, sondern seitlich abgeleitet wird. Unterboden und Heckdiffusor wurden auch von uns konstruiert.“ Das erwies sich als Vorteil auf der Nordschleife, die damals noch deutlich welliger war als heute. „Das Auto lief bis 2002, danach stand er nur noch in der Werkstatt.“ Doch dafür war es mit seiner besonderen Historie einfach zu schade. So entschloss sich Manthey, den RSR an Ralph Bahr abzugeben, der unter anderem als Organisator der Tourenwagen Classics im historischen Motorsport zu Hause ist.

Manthey: „Unglaubliche Gefühle“

Manthey selbst fuhr den 3,8-Liter-GT zuletzt 1999. „Im Jahr davor sind wir noch damit in Daytona gefahren“, erinnert er sich. „Und wir haben einige Erfolge mit ihm geholt. Unter anderem mehrere Siege in der VLN. In Daytona lagen wir in der GT-Klasse in Führung, doch dann stoppte uns ein Motorschaden.“ So blieben die Nordschleifen-Siege die größten Erfolge des 340-PS-Renners. Nun kehrt Manthey, der seine aktive Karriere 2005 beendete, zu den eigenen Wurzeln zurück. „Es ist merkwürdig: Man setzt sich in das Auto hinein und es riecht wie vor 20 Jahren, fühlt sich an wie vor 20 Jahren und fährt sich wie vor 20 Jahren.“ Auch wenn es bei dem Einsatz letztlich nur um den Spaß geht – der Rennvirus befällt den Altmeister sofort wieder. „Sowie die Räder rollen, hört es auf mit dem Spaß“, grinst er und sagt mit leuchtenden Augen: „Unglaublich, welche Gefühle aufkommen, wenn man wieder in diesem Auto sitzt.“

© AvD

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