Formel-1-Abenteuer mit dem Wartsteiner-Arrows

Im international besetzten Feld der FIA Masters Formula One Championship mischt in diesem Jahr auch ein Deutscher mit, an den sich viele Fans noch gut erinnern können: Harald Becker war ab den späten 80ern eine feste Größe in der DTM und absolvierte auf Modellen von BMW und Mercedes-Benz fast 100 Rennen. Nach dem Ende seiner Tourenwagen-Zeit wechselte er in den Langstreckensport, war in der Sportwagen-EM und -WM unterwegs, bevor er schließlich seine aktive Zeit in der V8 Star beendete. Bis er vor sieben Jahren den Rennhelm an den Nagel hing war er „so ziemlich alles gefahren, was man fahren kann – außer ein Formel-1-Auto“, erinnert sich der Freiburger. Wie so viele Piloten kam er nie wirklich vom Motorsport los, und für ihn bedeutete das, sich irgendwann einmal den lang gehegten Traum zu erfüllen: Einmal Formel 1 fahren. „Jetzt ist er in Erfüllung gegangen – und das nicht einmal, sondern gleich mehrfach“, freut er sich.

Ex-DTM-Pilot im Patreses Arrows

An den Arrows kam Becker durch Vermittlung des Mec-Teams, das den Monoposto auch vorbereitet. „Ich erzählte dem Teamchef irgendwann, dass das mein Traum ist – am liebsten im historischen Formel-1-Rennen in Monaco“, berichtet er von der Intitalzündung. Fündig wurde das Team in den USA, von wo aus der Arrows A3 aus dem Jahr 1981 nach Deutschland importiert wurde. Über mangelnde Aufmerksamkeit kann sich der Ex-DTM-Pilot nicht beklagen, wenn er in seinen Monoposto steigt, denn viele Fans erinnern sich an den goldfarbenen Renner bestens: Jochen Mass pilotierte einen A3 in diesem Design in der Saison 1980. Beckers Warsteiner-Arrows allerdings wurde ein Jahr später vom nicht minder bekannten Teamkollege Ricardo Patrese gefahren.

Premiere beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix

Schon im vergangenen Jahr hatte Becker den Arrows bereits für das Formel-1-Rennen am Nürburgring genannt, doch im Qualifying traten Getriebeprobleme auf, die den Start schließlich verhinderten. „So ist dieser Einsatz hier für mich eine echte Premiere“, erzählt er. „Ich freue mich sehr. Bei den Einstellfahrten am Donnerstag lief der Arrows perfekt, und am Freitag im Training bin ich dann zum ersten Mal mit einem Formel-1-Wagen im Regen gefahren. Ich kam auf Anhieb gut zurecht, musste aber auch feststellen, dass man sehr gefühlvoll mit dem Gas umgehen muss.“ Übrigens ist der Arrows nicht das einzige Formel-1-Fahrzeug in der Sammlung Beckers. Er ist auch Eigner des ersten Formel-1-Modells von March, mit dem er im kommenden Jahr ebenfalls Einsätze plant.

© AvD

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