Treffen legendärer Fahrer und Fahrzeuge

Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix (10. – 12. August 2018) erwacht der Motorsport von einst zum Leben. Hunderte historischer Rennfahrzeuge sorgen dafür, dass alle wichtigen Epochen des Motorsports der vergangenen 100 Jahre beleuchtet werden. Neben den Highlights aus Blech und Karbon – darunter etwa die FIA Masters Championship für Historische Formel-1-Fahrzeuge – gibt es dabei auch ein Wiedersehen mit vielen Helden von einst. Ein ganz besonderer wird bei Veranstaltungspartner Porsche Classic zu Autogrammstunde und Interview erwartet und geht darüber hinaus auch selbst ins Rennen: Es ist der zweifache Sportwagen-Weltmeister Derek Bell, der im Rennen der Gentlemen Drivers (GT-Fahrzeuge bis 1965) einen frühen Porsche 911 pilotiert. Ebenfalls im Interview – diesmal aber im Zelt von Medienpartner Motor Klassik – wird ein Zeitzeuge des legendären Colin Chapman zu Gast sein. Es ist dessen Sohn Clive Chapman, der neben vielen Erinnerungen auch einen faszinierenden Formel-1-Lotus mit zum Ring bringt, der hier ausgestellt wird. Viele deutsche Fans freuen sich außerdem auf das Wiedersehen mit zahlreichen Piloten, die das Geschehen in DRM und DTM prägten. So etwa Ex-Formel-1- und DTM-Pilot Christian Danner (zu Gast bei Jaguar), oder auch die DTM-Stars Harald Grohs, Leopold „Poldi“ von Bayern und Volker Strycek. Die Letztgenannten werden bei den „Tourenwagen Classics“ auch ins DTM-Cockpit zurückkehren und ins Renngeschehen eingreifen. Infos rund um den AvD-Oldtimer-Grand-Prix gibt es über die kostenlose AvD-OGP-Event-App fürs Smartphone (näheres unter www.AvD-OGP-App.de) oder auf der offiziellen Homepage im Internet unter www.avd-ogp.de. Dort sind auch Informationen zum Ticketvorverkauf erhältlich – die Hotline für den Kartenkauf lautet 0180 5 311210 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min.).

Sportwagen-Weltmeister Bell im 911er am Start

Spannend wird es im Zelt von Porsche Classic, wenn Sportwagen-Legende Derek Bell dort zum Interview zu Gast ist. Schließlich schrieb der Brite mehr als einmal Motorsport-geschichte. Zwei Weltmeistertitel holte er, siegte fünf Mal in Le Mans und arbeitete mit vielen anderen legendären Fahrerpersönlichkeiten zusammen. Den Rothmans-Porsche 956 teilte er sich etwa mit Stefan Bellof, der in den frühen 80ern als größte deutsche Nachwuchshoffnung galt und in dieser Zeit eine Rekordrunde auf der Nordschleife erzielte, die Jahrzehnte Bestand hatte. Erst kürzlich wurde sie – ebenfalls von einem Porsche, in dem Sportwagen-Weltmeister Timo Bernhardt saß – geknackt. Am Ring berichtet er aber nicht nur von seinen bewegten Zeiten im Motorsport, sondern sitzt auch selbst am Steuer. Im Rennen der „Gentlemen Drivers“ wird er einen Porsche 911 fahren.

DTM-Stars von einst gehen wieder ins Rennen

Zum Publikumsmagnet dürfte sich das Fahrerlager der „Tourenwagen Classics“ entwickeln. Und das nicht nur wegen der gut drei Dutzend Rennwagen aus DTM, ITC und STW. Auch die Fahrer, die hier an den Start gehen, sind höchst bekannt und erinnern sich gemeinsam mit den Fans nur zu gerne an die vielleicht schönsten Zeiten des deutschen Tourenwagen-sports in den 80ern und 90ern. Harald Grohs etwa geht im Vogelsang-BMW M3 von 1987 an den Start – und gewann auf Anhieb mit dem brandneuen Auto. Es war der Ausgangs-punkt einer nicht enden wollenden Siegesserie für den legendären „3er“. Mit Leopold „Poldi“ von Bayern ist auch ein weiterer M3-Pilot am Start, der heute wie damals zu den Sympathieträgern gehören dürfte. Natürlich ebenfalls dabei: AvD-Vizepräsident Volker Strycek: Der erste Champion der DTM geht in einem Opel Astra im STW-Trim von 1994 an den Start. Weitere ehemalige DTM- bzw. STW-Piloten sind Christian Menzel und Marc Hessel, die sich einen BMW M3 von 1988 teilen sowie Volker Schneider, der einen Ford Sierra RS 5500 pilotiert.

70 Jahre Lotus: Chapman-Sohn Clive berichtet …

Von einer ganz anderen Motorsportepoche weiß Clive Chapman zu berichten. Der Sohn von Lotus-Gründer Colin Chapman ist ein Zeitzeuge ersten Ranges und wird am Samstag im Zelt von Motor Klassik im Interview zu sehen sein. Inmitten einer Fahrzeugausstellung zum 70. Geburtstag der Sportwagenmarke wird er über das Leben mit einem genialen und exzentrischen Vater berichten. Und nicht nur das: Chapman bringt auch ein ganz besonderes Ausstellungsstück mit in die Eifel – nämlich ein Formel-1-Fahrzeug, das Geschichte schrieb. Der ausgestellte Type 49 ist ein zweifaches Monaco-Siegerfahrzeug, mit dem Graham Hill den legendären Grand Prix 1968 und 1969 gewann. Am Nürburgring landete Hill übrigens auf Platz zwei, und zwischendurch war er – heute für ein Formel-1-Fahrzeug undenkbar – mit einem anderen Piloten unterwegs: Jochen Rindt fuhr den 49 Anfang des Jahres 1969 in der Tasman-Serie, bevor es wieder für Hill eingesetzt wurde.

Im Überblick: Prominente Gäste

Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix vom 10. bis 12. August ist ein Festival für historischen Motorsport, bei dem nicht nur die Fahrzeuge die Blicke auf sich ziehen. Auch manch bekannter Protagonist der Vergangenheit ist am Ring zu Gast. Die folgende Liste bekannter Gäste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, zeigt aber dennoch eines: Wer beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix im Fahrerlager unterwegs ist, sollte die Augen offen halten – denn Begegnungen mit hoch interessanten Persönlichkeiten sind quasi im Preis inbegriffen.

Derek Bell - Der ehemalige britische Rennfahrer (* 31. Oktober 1941) brachte es in seiner frühen Karriere bis in die Formel 1. Berühmt allerdings machte ihn die Zeit in der Sportwagen-WM, denn er gewann insgesamt fünf Mal die 24 Stunden von Le Mans, vier Mal davon auf Porsche mit den Teamkollegen Jacky Ickx bzw. Hans-Joachim Stuck. 1985 und 1986 wurde er außerdem Sportwagen-Weltmeister. Am Wochenende ist er für Interviews und eine Autogrammstunde bei Porsche Classic zu Gast und fährt auch selbst: In Rennen 9 (Gentlemen Drivers – GT bis 1965) wird er am Volant eines frühen Porsche 911 antreten.

Clive Chapman -  ist Sohn des legendären Lotus-Gründers Colin Chapman und seiner Frau Hazel. Er führt heute das Classic Team Lotus, das sich – natürlich – den Lotus-Fahrzeugen widmet. Als Zeitzeuge berichtet er aus erster Hand vom Leben mit dem legendären und schillernden Rennwagen-Konstrukteur und Motorsport-Visionär, der die Formel 1 der 70er Jahre prägte wie kaum ein anderer.

Christian Danner - Der ehemalige Formel-1-Pilot (36 Starts zwischen 1985 und 1989) wurde u. a. als TV-Kommentator bei den RTL-Formel-1-Übertragungen bekannt. Seine Karriere führte auch in die DTM (139 Starts, 5 Siege zwischen 1988 und 1996). Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix ist er als Chefinstruktor der Jaguar Driving Academy im Talk zu erleben und schreibt auch beim TÜV Rheinland Autogramme.

Harald Grohs - Der gebürtige Essener (*28.01.1944) „Nippel“ Grohs ist in Rennen 10 (Tourenwagen Classics) mit dabei: Dort fährt er gemeinsam mit Mit-Organisator Ralph Bahr den BMW M3 von 1987, den er einst für das Vogelsang-Team in der DTM pilotierte. Grohs brachte es auf 80 Rennen und sieben Siege in der Serie.

Marc Hessel - Im Jahr 1987 war er als Teil des BMW-Juniorteams eine feste Größe in der DTM, gehörte bis zum Finale sogar zum engen Kreis der Titelanwärter. Durch eine Teamorder schloss er dann aber die Saison als Dritter ab. Bis zu seinem Ausscheiden aus der Serie 1988 belegte er bei 22 Starts drei Podestplätze. Er fährt im Rennen 10 (Tourenwagen Classics) einen BMW E30 M3 DTM, den er sich mit Christian Menzel teilt.

Matthias Kahle - Der siebenfache Deutsche Rallyemeister (*04.03.1969) gehört zu den besten Rallyepiloten Deutschlands. Neben den Meistertiteln 1997, 2000 bis 2002, 2004, 2005 und 2010 holte er zahlreiche Siege und weitere Titel. Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix ist er in Rennen 7 (AvD-Tourenwagen- und GT-Trophäe) im „Porsche des Ostens“ unterwegs – einem Skoda 130 RS. Zudem ist er als Markenbotschafter von Skoda ein fachkundiger Ansprechpartner im Fahrerlager.

Christian Menzel -  Der ehemalige DTM-Pilot Menzel (* 22. Juni 1971 im rheinischen Langenfeld) absolvierte 15 Starts auf Opel, war aber auch 1996 und 1997 in der STW am Start. 1998 schrieb er ein kleines Stück Motorsporthistorie, als er zum Fahrergespann gehörte, das im BMW 320d auf der Nordschleife den ersten Dieselsieg bei einem 24-Stunden-Rennen erzielte. Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix startet er in Rennen 10 (Tourenwagen Classics) auf einem BMW E30 M3 DTM, den er sich mit Marc Hessel teilt.

Peter Mücke - Der Rennfahrer und Motorsport-Teamchef (* 21. November 1946) ist ein echter Selfmade-Man, der seine Karriere im DDR-Motorsport begann (elf DDR-Meistertitel auf der Rundstrecke und im Autocross, dreifacher Autocross-Europameister). Als Teamchef war und ist er u.a. in der DTM und in Nachwuchsformeln engagiert, zu den vielen Top-Fahrern, die für sein Team starteten, gehört etwa Sebastian Vettel. In Rennen 4 (Revival Deutsche Rennsport-Meisterschaft) startet er im Ford Capri – einem Turbo-Geschoss, in dem Klaus Ludwig 1980 seinen Meistertitel einfuhr.

Stefan Mücke - ist Rennfahrer und sammelte in FIA-GT, DTM (2002 bis 2006) der Le-Mans-Series und bei Langstreckenrennen (Werkspilot bei Aston Martin) zahlreiche Erfolge, wie die Vizeweltmeisterschaft in der FIA GT1-WM. Der sympathische Berliner startet in Rennen 4 (Revival Deutsche Rennsport-Meisterschaft) auf einem Ford Capri RS 3100 von 1974 – und tritt damit u. a. gegen seinen (wesentlich stärker motorisierten) Vater Peter an.

Lili Reisenbichler - Die geborene Slowenin (* 18. November 1948) trat in den 70ern und 80ern bei vielen Tourenwagenrennen an, unter anderem auf NSU und Audi, aber auch auf BMW M1 und selbst im Zakspeed-Turbo-Capri. Damit startete sie etwa in der DRM und der Tourenwagen-EM. Zu den größten Erfolgen gehörte ein Klassensieg bei den 1000 km am Nürburgring 1981 im Escort RS 2000. Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix ist sie bei Skoda zu Gast und wirbt als Botschafterin der Stiftung KinderHerz.

Etienne Salomé - Der französische Designer und Künstler schuf aus Anlass des 70. Geburtstages der Porsche-Sportwagen zwei besondere Kunstwerke: „70 Years Man Machine“ und „Porsche Tachometers“, die beide den Tacho als „zentrale Schnittstelle zwischen Fahrer und Fahrzeug“ thematisieren. Er wird zu Interview und Autogramm¬stunde bei Porsche Classic erwartet.

Bertram Schäfer - Als Teamchef und Serienorganisator prägte der 1946 in Bitburg geborene Motorsportprofi vor allem die deutsche Formel-3-Szene nachhaltig. Nach dem selbst erkämpften Formel-3-Meistertitel im Jahr 1978 beendete er nämlich seine eigene Fahrerkarriere und baute sein BSR-Team zur Kaderschmiede aus. Sieben deutsche Formel-3-Meistertitel fuhr es in 20 Jahren ein. Unter anderem lernten Stefan Bellof, Kris Nissen, Tom Kristensen und Nick Heidfeld hier ihr Handwerk.

Volker Schneider - Der ehemalige DTM-Pilot ging 1986 in der Serie als Privatfahrer an den Start. Bei den Tourenwagen Classics (Rennen 10) gehört er mit seinem Ford Sierra RS 5000 zu den regelmäßigen Startern – natürlich auch beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix.

Frank Stippler - Der erfolgreiche Rennfahrer (* 9. April 1975 in Köln) war unter anderem in der DTM und Porsche Carrera Cup (Meister 2003) am Start. Am Nürburgring ist der studierte Ingenieur, der unter anderem den Audi R8 LMS für den GT3-Sport mit entwickelte, als Markenbotschafter des TÜV Rheinland vor Ort.

Volker Strycek - ist beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix in mehrfacher Funktion dabei – und für den vielbeschäftigten Ingenieur (*13. Oktober 1957) scheint das normal zu sein. Nach seiner sehr erfolgreichen DTM-Karriere (105 Rennen, Meistertitel 1984) wechselte er ins Management und war unter anderem DTM-Projektleiter bei Opel und zeitweise auch Sportchef der Rüsselsheimer. Heute ist er nach wie vor in der Industrie tätig, engagiert sich als AvD-Vizepräsident für Sport und Jugend und lehrt seit über zehn Jahren auch an der TU Berlin. In Rennen 10 (Tourenwagen Classics) ist er auf einem Opel Astra am Start, außerdem ist er in Interviewrunden beim TÜV Rheinland zu Gast.

Michal Velebny - Der Leiter der Skoda-Museumswerkstatt kommt persönlich an den Nürburgring, um die bei Skoda im Fahrerlager ausgestellten Museums-Exponate zu betreuen. Er ist natürlich auch der richtige Ansprechpartner, um durch die sportliche Historie der tschechischen Automobilmarke zu führen.

Leopold von Bayern - Der bayrische Prinz (* 21. Juni 1943) gehörte zwischen 1984 und 1992 zu den festen Größen in der DTM, nachdem er zuvor schon in der DRM erfolgreich war (1969 Vizemeister auf Alfa Romeo). Bei 80 Starts fuhr er einen Podestplatz ein – und sich selbst in die Herzen der Fans. Denn der sympathische BMW-Pilot war insbesondere im Verein mit den Freunden Hans-Joachim Stuck und Dieter Quester stets für einen Spaß zu haben. In Rennen 10 (Tourenwagen Classics) fährt er beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix – natürlich – einen BMW E30 M3 DTM.

© Tom Linke ad08 Fotografie

© Gruppe C / AvD

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