Starke Besetzung beim Rennen der historischen Tourenwagen und GTs

Mit einem Tourenwagenrennen der Extraklasse begann in diesem Jahr der Rennsamstag beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix. In der AvD-Tourenwagen- und GT-Trophäe gingen 45 Rennwagen mit internationaler Besetzung an den Start, die für ein packendes einstündiges Geschehen auf der Strecke sorgten. Und auch wenn es mit 41 Fahrzeugen im Ziel eine äußerst geringe Ausfallquote gab, so erwischte es doch ausgerechnet einen der Favoriten eiskalt: Heinz Schmersal (Wuppertal) / Mike Stursberg (Wermelskirchen) schieden nach einem Motorschaden an ihrem Ford Escort RS 1600 von 1971 vorzeitig aus und sorgten obendrein ungewollt für eine zwanzigminütige Unterbrechung, die den eng gestrickten Zeitplan am Samstag zeitweise in Unordnung brachten. Im Jahr des 50. Jubiläums der Ford-RS-Modelle hielt dafür ein anderer Escort die Flagge der Kölner Fabrikate hoch: Sebastian Glaser (München) gewann das Rennen in einem Ford Escort RS 1600 BDA (ebenfalls aus 1971) vor zwei Alfa Romeo: Alexander Furiani (Köln) brachte seine Giulia Sprint GTA von 1965 auf Platz zwei ins Ziel vor Markus Niestrath (Wegberg) auf Alfa Romeo 1750 GT Am. Beide rangierten damit auch in der Alfa-Romeo-Sonderwertung ganz vorne. In dem seit vergangenen Jahr ebenfalls innerhalb dieses Rennens ausgetragenen Generationencup siegte ein „alter Bekannter“ beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Christian Graf von Wedel (Frankfurt) wurde als langjähriger Teilnehmer auf Gesamtposition sieben abgewinkt, der diesmal mit seinem Sohn Lando im Lotus Elan S2 des Gotcha Racing Teams antrat. Eine tolle Leistung insbesondere für den Filius, der damit das erst zweite Rennwochenende seiner jungen Karriere mit einem schönen Erfolg krönen konnte.

Merzario: „Ich liebe den Nürburgring“

Auch wenn das Renngeschehen von der Unterbrechung gestört wurde, bilanzierte Sieger Sebastian Glaser nach dem einstündigen Lauf: „Es hat Spaß gemacht – ein schönes Rennen. Dass der Rüddel-Escort ausgefallen ist finde ich natürlich schade, denn mit ihm hatte ich mich auf einen harten Kampf eingestellt. Deshalb habe ich auch zu Beginn des Rennens kräftig Gas gegeben und einen Vorsprung herausgefahren. Ich wusste: Wenn Mike Stursberg bei Rüddel das Steuer übernimmt, kann es eng werden. So aber sind sie leider ausgefallen und ich konnte die Führung bis ins Ziel verteidigen.“ Auch in den weiteren Klassen wurde beherzt um den Sieg gerungen. Glaser entschied mit dem Gesamtsieg auch den Fight in der besonders stark besetzten T/CT 19 (1,6 – 2,5 Liter Hubraum, Baujahre 1970 / 71) für sich.

Viel Aufmerksamkeit zog die – ebenfalls stark besetzte – T/(CT) 8 auf sich (1,3 bis 1,6 Liter Hubraum, 1962 – 1965), in der das Geschehen vom Kampf der Ford Lotus Cortina gegen die Alfa Romeo Giulia Sprint bestimmt war. Hinter den siegreichen Briten Geoffy und Alan Lets (Ford Lotus Cortina) erreichte Ex-Formel-1-Pilot Arturo Merzario mit Teamkollege Roberto Restlli (beide Italien) in einer Alfa Romeo Giulia Sprint das Ziel. Der Italiener strahlte anschließend: „Ich kam 1963 mit einem kleinen Abarth zum ersten Mal hier zum Nürburgring. Seitdem habe ich hier vermutlich kein wichtiges Rennen ausgelassen. Ich liebe diese Strecke – den Grand-Prix-Kurs ebenso wie die legendäre Nordschleife. Deshalb komme immer wieder gerne hierher.“ Einen beachtlichen 27. Rang holte der siebenfache deutsche Rallye-Meister Matthias Kahle (Köln) im kleinen Skoda 130 RS, der damit auch die kleine T/CT 27-Klasse gewann (1,15 – 1,3 Liter Hubraum, 1976). „Das war kein ganz einfaches Rennen für uns. Es fehlt ein wenig die Speed auf der Geraden. In der Kurve machen wir dann Plätze gut, werden aber beim Herausbeschleunigen wieder kassiert. Da versucht man vor allem, niemanden im Weg zu stehen.“

Beliebt war der zum zweiten Mal ausgeschriebene Generationen-Cup, zu dem Rennfahrer-Gespanne in Eltern-Kind-Konstellation eingeladen waren. Zehn Familienteams traten an, und der Sieg ging an das Gotcha Racing Team, wo Christain Graf von Wedel gemeinsam mit Sohn Lando antrat. Nachwuchsrennfahrer Lando berichtete anschließend: „Dies ist erst mein zweites Rennwochenende. Beim ersten Einsatz in Spa haben wir zwei Klassensiege holen können und hier lief es auch gut. Mein Vater hat den Start übernommen, nach der Unterbrechung haben wir uns abgewechselt. Mein Rennen lief gut. Der Escort von Glaser war für mich nicht zu halten, ansonsten konnte ich mich super behaupten. Einen schönen Fight mit einem BMW 2002 gab es auch noch – danach kam die Zielflagge. Ich bin hoch zufrieden.“

© Gruppe C / AvD

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