Kurz notiert: TÜV Rheinland, Lili Reisenbichler, Alfa Romeo

TÜV Rheinland: Fachinformationen in der Expertenrunde

Es ist schon eine Tradition, dass der TÜV Rheinland beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix zur Expertenrunde einlädt. In diesem Jahr diskutiert Norbert Schroeder, Leiter des Competence Center Classic Cars beim TÜV Rheinland in öffentlichen Gesprächsrunden mit den beiden Rennfahrern und Technikexperten Frank Stippler und Volker Strycek (Samstag, 12:00 Uhr und Sonntag, 13:00 Uhr in der TÜV-Hospitality im Grand-Prix-Fahrerlager). „Wir setzten unsere Vorträge aus dem vergangenen Jahr thematisch fort und bilden an diesem Wochenende einen Schwerpunkt beim Stichwort der Originalität“, erläutert Schroeder. Dabei wird die Herkunft klassischer Automobile und ihre historische Authentizität unter die Lupe genommen. Schroeder: „Wir erleben die Oldtimer-Szene als nach wie vor sehr aufrichtig. Aber es gibt eine Tendenz, die wir klar beobachten: Weil einige Modelle exorbitant teuer geworden sind, lockt die Möglichkeit der Wertschöpfung auch unlautere Wettbewerber an. Für manche ist es verlockend, aus einem normalen Straßenauto ein Rennsportmodell zu machen, das wesentlich teurer verkauft werden kann. Zum Glück reden wir dabei aber über eine Minderheit.“ Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Abgrenzung etwa zu den Replika. „Manche Autos werden aus völlig legitimen Gründen nachgebaut. Etwa dann, wenn historische Originale eine Grenze erreichen. Ein Beispiel sind Aluminium- und Magnesiumwerkstoffe aus der Vorkriegszeit oder den 50er Jahren, die den Belastungen des Fahrbetriebes nicht mehr standhalten würden. Dann ist es doch sinnvoll, die historische Substanz des Originals zu erhalten und eine Replika für den Fahreinsatz herzustellen. Solange damit offen umgegangen wird, ist das doch völlig legitim.“ Wenn aber die wahre Historie des (nachgebauten) Fahrzeuges bewusst verschleiert wird, ist die Grenze zur Kriminalität erreicht.

Ex-Pilotin und Powerfrau: Lili Reisenbichler auf Tour für den guten Zweck

Mit Lili Reisenbichler ist an diesem Wochenende ein ganz besonderer Gast bei Skoda anzutreffen. Die sympathische Powerfrau begann ihre Karriere 1974 im Bergrennsport und fand von dort ihren Weg auf die Rundstrecke. 18 Jahre lang war sie aktiv und kann heute auf so manches Erlebnis im Renncockpit zurückblicken. „Als einzige weibliche Pilotin fuhr ich 1980 / 81 einen BMW M1 in der Procar, startete im Turbo-Capri von Zakspeed und pilotierte sogar den Porsche 962“, erzählt sie. Zwar reichte es nie zu einem Meistertitel, aber ein Erfolg bleibt der gebürtigen Slowenin immer im Gedächtnis, „der Klassensieg in der Rennsport-Trophäe hier auf dem Nürburgring.“ Heute fährt sie Rallyes im Oldtimerbereich – und wirbt dabei für einen guten Zweck. Grund genug, um den Weg zum Nürburgring zu finden: „Als ehemalige Rennfahrerin empfinde ich natürlich generell eine Faszination und Leidenschaft für Autos. In den vergangenen Jahren bin ich aber auch ein wenig auf den Geschmack an Oldtimern gekommen – und deshalb habe ich die Einladung von Skoda zum AvD-Oldtimer-Grand-Prix gerne angenommen.“ Als Botschafterin der Stiftung Kinderherz fand sie in der Automarke Skoda außerdem einen Unterstützer ihres karitativen Anliegens. Die Stiftung unterstützt Institutionen, Einrichtungen und Forschungsprojekte, die ihre Arbeit herzkranken Kindern widmen.

Alfisti bringen 350 Alfa Romeo an den Ring

Die Mercedes-Arena wird beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix zum Treffpunkt illustrer Markenclubs. Unter den Kultmarken, die hier anzutreffen sind, darf auch Alfa Romeo nicht fehlen. Dass die italienischen Autos mit dem sportlichen Herz in diesem Jahr noch auffälliger vertreten sind, liegt nicht zuletzt am Eventtruck im neuen Alfa-Romeo-Design. An ihm werden die aktuellen Modelle der Marke gezeigt, die man vor Ort auch im Rahmen einer Probefahrt kennenlernen kann. Den Kern des Geschehens bildet aber auch diesmal der Alfa Club Deutschland, der in seiner Hospitality viele begeisterte Gäste begrüßt. „Für die deutschen Alfisti, die der Marke schon lange verbunden sind, ist der AvD-Oldtimer-Grand-Prix vermutlich die wichtigste Veranstaltung im Jahr“, sagt Sascha Wolfinger, Pressesprecher bei Alfa Romeo Deutschland. „Es ist wie ein Jahrestreffen, bei dem klassische und moderne Modelle zusammenkommen.“ Gut 350 Alfa-Romeo-Fahrzeuge geben sich so am Nürburgring ein Stelldichein: Nirgendwo sonst in Deutschland sind es mehr. Außerdem auf dem Areal dabei ist die Scuderia del Portello. Die von Alfa Romeo Italien unterstützte Mannschaft ist sozusagen das Werksteam im historischen Sport und zeigte insbesondere in der AvD-Tourenwagen- und GT-Trophäe mit einigen tollen Fahrzeugen Flagge.

© Gruppe C / AvD

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