Einzigartiger historischer Motorsport beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix

Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix (10. bis 12. August 2018) werden auf dem Nürburgring Erinnerungen an legendäre Rennserien und Motorsportevents lebendig. Ob Le Mans oder DTM, Formel 1, Sportwagen-WM oder die Rennklassiker aus den Kindertagen des Motorsports in den 20er und 30er Jahren: Aus fast allen wichtigen Epochen finden sich in der Eifel Vertreter. Besondere Höhepunkte für Klassik-Experten und Motorsportfans sind die Rennen, die es nur hier zu sehen gibt. Sie werden nicht von den hochkarätigen Rennserien veranstaltet, die am Wochenende hier starten, sondern speziell für den AvD-Oldtimer-Grand-Prix ausgeschrieben. Dazu zählen etwa das Revival Deutsche Rennsport-Meisterschaft (DRM), zu dem bereits faszinierende Fahrzeuge angemeldet sind: Porsche 935 gegen Ford Capri und BMW M1, Ford Escort gegen BMW 320 dürften auch 2018 wieder gegeneinander antreten. Auch die zweisitzigen Rennwagen und GT bis 1960/61 bedeuten wieder ein Sportwagen-Highlight: Die Le-Mans-Stars der 50er Jahre verbreiten am späten Samstagabend echtes Langstrecken-Feeling. Denn dann geht es für das beeindruckende Feld mit Klassikern wie Aston Martin DB4, Austin Healey, Lotus Elite, Lola MK1 oder Porsche 356A bis in die Abenddämmerung hinein: Spätestens wenn die Rennwagen im Ziel mit einem Feuerwerk begrüßt werden, sind unvergessliche Momente sicher. Informationen zum AvD-Oldtimer-Grand-Prix sowie zu Ticketpreisen und -konditionen gibt es hier.

Wenn das Starterfeld des DRM-Revivals beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix an den Start rollt, dann sind die Tribünen traditionell gut gefüllt. Denn viele erinnern sich noch sehr gut an die Ära von 1972 bis 1985, als die Tourenwagen und GTs der DRM ihre Duelle austrugen. In den spektakulären Boliden saßen die damals populärsten Rennfahrer Deutschlands. Hans-Joachim Stuck (Champion 1972), Klaus Ludwig (1979 und 1981), Stefan Bellof (1984) oder Jochen Mass (1985) sind heute noch klingende Namen. Und ihre Fahrzeuge sind hier wieder im Einsatz zu sehen. So waren etwa in den vergangenen Jahren die Porsche des Kölner Kremer-Teams eine feste Größe. Seinerzeit gewann Tourenwagen-Legende Klaus Ludwig seinen ersten DRM-Titel denn auch in einem Kremer-Porsche 935 K3. Bereits fest zugesagt hat das Berliner Mücke-Team seinen Start beim diesjährigen AvD-Oldtimer-Grand-Prix. Teamchef Peter Mücke und Sohn Stefan setzen mit der Klassikabteilung ihres Teams erneut den Gruppe-2-Ford Capri RS3100 sowie den legendären Zakspeed-Ford Capri – ein einst von Klaus Ludwig pilotiertes Fahrzeug – ein. Überdies bringt der Berliner Rennstall, der auch im modernen GT- und Formelsport höchst aktiv ist, mehrere faszinierende Showcars sowie einen Ford Lotus Cortina mit zum Nürburgring. Aber auch andere Starter aus verwandten Serien haben sich für das Revival angemeldet. So kommt aus den Niederlanden ein bei Autodelta aufgebauter Alfa Romeo Alfetta GTV6 von 1981 in die Eifel, der seinerzeit in der italienischen Meisterschaft sowie bei anderen europäischen Rennen fuhr. Zu den Nennungen, die Fachleute mit der Zunge schnalzen lassen, gehört außerdem ein Gruppe-5-BMW 320. Das Originalauto wurde 1977 von Harald Grohs in der DRM bewegt, der damit auch gemeinsam mit Hans-Joachim Stuck einen WM-Lauf absolvierte.

Le-Mans-Feeling am Nürburgring

Auch für das Rennen der 50er-Jahre-Sportwagen liegt bereits eine Reihe von Nennungen vor. Die zweisitzigen Rennwagen und GT bis 1960/61 gehören für viele Fans zu den vielleicht schönsten Motorsportgeräten aller Zeiten, und beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix dürfen die sonst streng gehüteten Schätzchen beweisen, dass sie das Rennen nicht verlernt haben. Daimler-Benz (Sieg 1952), Jaguar (1953 und 1955), die Scuderia Ferrari (1954, 1958 und ab 1960 fünf Jahre in Folge) waren seinerzeit die Sieger an der Sarthe, und ihre Fahrzeuge finden sich traditionell auf der Nennungsliste dieses Einladungsrennens. Die maximal 50 verfügbaren Startplätze sind jeweils bis auf den letzten Platz ausgebucht, und die Veranstalter freuen sich über die ungebrochene Popularität, den dieses Rennen auch bei den Aktiven hat. Das liegt nicht zuletzt am ganz besonderen Flair des Rennens. Nicht nur das prall gefüllte Feld, auch der Start am Samstagabend, der in die Dämmerung hinein führt, lässt erahnen, wie es damals vor sechs Jahrzehnten zuging, als diese Fahrzeuge die Speerspitze des Motorsports waren und ihre Scheinwerfer sich in die Nacht von Le Mans fraßen. Auch in diesem Jahr wird der Lauf (Start 20:30 Uhr) das Programm am Samstag abschließen. Es ist ein Höhepunkt der gesamten Veranstaltung und die Krönung eines Rennprogramms, das in diesem Jahr einen deutlichen Akzent im Sportwagenbereich hat. Denn neben diesen 50er-Jahre-Sportwagen und dem traditionellen Highlight der FIA Masters Historic Sports Car Championship sind ab diesem Jahr auch die Prototypen der jüngsten Vergangenheit zu sehen. Sie lassen im Rennen der Masters Endurance Legends die Erde beben. Einen Blick in den aktuellen Motorsport bietet der Porsche Carrera Cup Deutschland, der ebenfalls erstmals beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix gastiert.

Programm deckt alle Epochen und Rennklassen ab

Natürlich kommt beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix auch auf seine Kosten, wer Formelsport liebt: Die FIA Masters Historic Formula One Championship mit Formel-1-Autos der Jahre 1966 bis 1985 absolviert hier ihren einzigen Lauf in Deutschland. Einmalige Formel-Klassiker sind außerdem in den Rennen der Historic Grand Prix Cars bis 1965 zu sehen, in der zum Beispiel die frühesten Formel-1-Fahrzeuge antreten. Die Historie des Nachwuchssports beleuchten die Formel-Junior-Monoposti der FIA Lurani Trophy sowie die Formel-3-Fahrzeuge der Jahre 1964 bis 1984. Last but not least sind auch die Tourenwagen- und GT-Rennen wieder im Programm. Bei den „Tourenwagen Classics“ gehen die ungemein populären DTM- und ITC-Rennwagen der Jahre 1984 bis 1999 an den Start. Ihre Vorgänger und Urahnen sind in der AvD-Tourenwagen- und GT-Trophäe (1947 bis 1975) sowie bei den Gentlemen Drivers GT (1947 bis 1965) am Start. Einen ganz neuen Akzent setzt außerdem das erstmals ins Programm aufgenommene Rennen der FCD RacingSeries, in denen Fahrzeuge der Ferrari Challenge und Ferrari GTs startberechtigt sind. Auch die Vorkriegsrennwagen haben beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix einen festen Platz. Sie starten vom historischen Fahrerlager aus zu ihren Gleichmäßigkeitsprüfungen und Ausfahrten und bieten einmalige Einblicke in die frühesten Motorsportjahre. Dass sie im historischen Boxengeviert aus den 20er Jahren untergebracht sind, bietet den Besuchern zudem Fotomotive, die es nur am Nürburgring gibt – denn die Anlage ist weltweit die älteste in Originalnutzung.

© Gruppe C / AvD

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